UruguayWenn Sie eine Vorstellung von Argentinien haben, dann können Sie sich schon ein gutes Bild von Uruguay machen.
Die Menschen und die Kultur sind europäisch mediteran, die Sprache ist spanisch. Wirtschaftsleistung und Lebensstandard
sind die eines typischen Schwellenlandes. Wichtigster Wirtschafts- und Exportsektor ist - noch - die Landwirtschaft (Rindfleisch, Getreide, Milcherzeugnisse, Wolle,
Südfrüchte, Wein), gefolgt vom Tourismus (die Seebäder am Atlantik).
Uruguay ist lange, bis in die 50er Jahre, ein sehr wohlhabendes Land gewesen.
Aus dieser Zeit ist ein gewisser etwas altmodischer europäischer Charm geblieben, und allerlei Gründerzeit
und Art Deco Architektur. Das Klima ist mediteran, jedoch ohne ausgeprägte Trockenzeit (ca 1.000 mm/Jahr Niederschlag), mit umgekehrten Jahreszeiten,
Sommer Nov-März, Winter Juni-Aug.
Landwirtschaftliche Nutzfläche ist vergleichsweise günstig, wenn auch die Zeit der aussergewöhnlichen Gelegenheiten vorbei ist.
Landwirtschaft wird nicht subventioniert, Betriebsform ist meist sehr extensiv, Technisierung gering.
Und sonst - das Land ist weit, 3,5 Mio Menschen teilen es sich mit 4 Mio Rindern und 500.000 Pferden
und Sie werden mit Sicherheit eine ganze Reihe sehr freundlicher Menschen kennen lernen
Estancias turisticas, Gäste Farmen in Uruguay
Zur Zeit, Juli 2009, gibt es vielleicht 50 Agrartourismus Betriebe in Uruguay, und davon sind vielleicht zehn Estancias im engeren Sinne, also operative Rinderfarmen, die einen echten Anteil Ihrer Einnahmen mit Viehwirtschaft erzielen.
Estancia Tourismus gibt es seit ca 20 Jahren in Uruguay. In den 80er Jahren durchlebte der Agrarsektor schwierige Zeiten. Erzeugerpreise waren niedrig und die Produktivität gering und Gäste Beherbergung versprach eine neue Einkommensquelle.
Seit Mitte der 90er Jahre ist in Uruguay mit Landwirtschaft wieder besser Geld zu verdienen, Produktivitätszuwächse wurden erziehlt, gänzlich neue Wirtschaftssektoren geschaffen. So haben einige Estancias der ersten Sunde ihren Gästebetrieb wieder eingestellt.
Die Anbieter der zweiten Generation sind oft keine echten Estancias mit großen Ländereien mehr sondern kleinere Besitze, die hauptsächlich als Gästebetrieb konzipiert sind.
Während, jedenfalls scheint es mir so, die südamerikanischen Reisenden Wert auf Komfort und eine gehobene Ausstattung legen, suchen europäische Reisende vorallem Authenzität.
Die authentischste Erfahrung ist bestimmt die Estancia im Familenbetrieb, mit nur wenigen Gästezimmern, wo man echte Gauchos kennenlernt, vielleicht etwas Vieh mit treibt usw. Die Betreiber opfern oft recht viel von ihrer Zeit und ihrer Privatsphäre bei bescheidenem Einkommen aus Beherbergung. Mögen diese Estancias also noch lange mit uns sein !
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